VR-Bürgerpreis Weser Ems 2017

 

 

Bürgerliches Engagement in Weser-Ems ausgezeichnet

Presse-Information vom  21. November 2017

Bad Zwischenahn. Die drei Preisträger der diesjährigen VR-Bürgerpreise Weser-Ems sind das DemenzNetz Oldenburg im Versorgungsnetz Gesundheit e. V., die Bürgerstiftung Osnabrück und der Zonta-Club Leer-Ostfriesland, Emden. Die Preise sind dotiert mit jeweils 3.000 Euro. Die Auszeichnung fand heute bei einer Feierstunde im “Haus am Meer” in Bad Zwischenahn statt.

Viele gemeinnützige Projekte werden in der hiesigen Region von Ehrenamtlichen realisiert – über 50 Vereine und Stiftungen bewarben sich um den von der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems (AGVR) ausgeschriebenen Preis. „Wir sind begeistert davon, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich für das Wohlergehen anderer einsetzen, ohne dafür einen Dank zu erwarten oder einzufordern. Um weitere Menschen aufzurufen, sich zu engagieren und zu sehen, wie viel Freude und Erfüllung es bringen kann, sich selbst hintenan zu stellen, dafür rufen wir seitens der Volksbanken und Raiffeisenbanken den VR-Bürgerpreis Weser-Ems aus,” stellte AGVR-Geschäftsführer Harald Lesch im Rahmen der Auszeichnung heraus.

Die Journalistin Katrin Zempel-Bley, Ulrich Jungmann, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank eG Moormerland, Peter Bahlmann, Vorstandsmitglied der VR Bank OIdenburg Land West eG, Vorstandsmitglied Johannes Wilke, Spar- und Darlehnskasse eG, Friesoythe, und Bürgermeister Thorsten Schmidt, Gemeinde Großenkneten, waren in der Jury vertreten.

Zu den Preisträgern und ihren Projekten:

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Der dritte Preisträger ist der Zonta-Club Leer-Ostfriesland e. V., der im Mai 2007 von 20 engagierten Frauen gegründet wurde. 2014 haben die Frauen des Zonta-Clubs Leer-Ostfriesland das Projekt „Moje Tieden (Schöne Zeiten) – gegen Altersarmut von Frauen in Ostfriesland“ ins Leben gerufen. Die Altersarmut von Frauen ist ein wichtiges Thema, über das in der Gesellschaft aber kaum gesprochen wird. Das Projekt startete in Zusammenarbeit mit der Christusgemeinde Leer und konnte mit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Aurich und der lutherischen Kirchengemeinde Emden sowie des Diakonischen Werkes in Aurich und dem Dekanat Ostfriesland ausgeweitet werden. Im Mittelpunkt des Projektes steht die spontane Unterstützung älterer, sozial schwacher Frauen. Obwohl bei manchen Frauen zum Monatsende nicht einmal das Geld zum Essen reicht, scheuen diese den Gang zum Sozialamt. Auch für einen Frisörbesuch reiche das Geld oftmals nicht. Eingeschränkt sind die Seniorinnen auch in ihrer Mobilität. Ein Taxi können sie sich nicht leisten und verzichten deshalb darauf, an Veranstaltungen teilzunehmen. Über entsprechende Zuwendungen des Zonta-Clubs Leer-Ostfriesland soll den betroffenen Frauen ein aktives Miteinander und Wege aus der gesellschaftlichen Isolation ermöglicht werden.